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Freude und Ermahnung an der GV von Graubünden Ferien

Graubünden Ferien blickt auf eine gute Saison zurück und zieht Bilanz zum Bergüner Fotoverbot. Diese fällt durchwegs positiv aus.

Südostschweiz
Mittwoch, 16. Mai 2018, 20:29 Uhr Erfolgreiches Jahr
An seiner ersten GV als Präsident von Graubünden Ferien kann Jürg Schmid eine positive Bilanz ziehen.
YANIK BÜRKLI

Am Mittwoch fand im City West in Chur die 20. Generalversammlung von Graubünden Ferien statt. Präsident Jürg Schmid konnte dabei gemäss einer Mitteilung an seiner ersten GV als Präsident auf ein erfolgreiches Jahr zurückschauen. So konnte Graubünden in der vergangenen Wintersaison 5,9 Prozent mehr Wintergäste als noch im Jahr zuvor in Graubünden begrüssen. Die Gründe für diese positive Entwicklung hängen laut Mitteilung mit dem frühen Winterstart und den vielen Schneefällen in den vergangenen Monaten zusammen. Ausserdem habe sich die Währungssituation entspannt und der Frankenkurs habe sich wieder auf einem tieferen Niveau eingependelt.

Auch die Gästezahlen über das ganze Jahr gesehen wurden an der GV bekanntgegeben. So verzeichnete Graubünden 2017 4,85 Millionen Logiernächte in Graubünden; in den zwei Jahren zuvor waren es noch 4,63 Millionen. Bei der grössten Gästegruppe, den Schweizern, betrug der Zuwachs gegenüber dem Vorjahr 5,4 Prozent.

«Nach den schwierigen Wintern der letzten Jahre tut ein solches Ergebnis gut und wir gehen von einer Fortsetzung des Wachstums im kommenden Sommer und den weiteren Saisons aus», bilanzierte GRF-CEO Martin Vincenz. Vincenz mahnte aber auch mit Blick auf die Zukunft: «Der Turnaround im Tourismus soll uns freuen, aber nun müssen wir die besseren Zeiten nutzen, um weiterhin konsequent an der Qualität zu arbeiten und die Erweiterung der Märkte zu fördern.»

Fotoverbot sorgte für Aufmerksamkeit

Als Erfolg verbuchte GRF auch das «Herzliche Fotografierverbot» aus Bergün. Die Aktion habe mit ihrem überraschenden Ansatz national und international für Furore gesorgt und das kleine Dorf sowie Graubünden auf der ganzen Welt bekannt gemacht. So wurde gemäss Mitteilung in 61 Ländern und auf sechs Kontinenten über Bergün berichtet. Kürzlich habe man für die Kampagne am Swiss Effie Award in Zürich, wo Auszeichnungen für effektive und effiziente Markenkommunikation vergeben werden, eine bronzene Auszeichnung gewonnen. Nicht bei allen kam die Aktion jedoch gut an, wie Berichte aus dem vergangenen Jahr zeigen. (kup)

 

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GRF feiert sich wieder selbst. Selbstlobend - sogar heute noch - übers Bergüner Fotoverbot und die paar - relativen zum Vorjahr notabene - Prozentchen mehr Wintergäste in GR scheinen mir auch bloss auf zufällige Schneeflocken im Klimawandel als auf einen Strukturwandel der positiven tourismuswirtschaftlichen Art zurückzuführen sein. Dass angesichts dessen GRF-Präsident bzw. -CEO sage und schreibe von "Turnaround" sprechen - tja nun, das Publikums zahlts ja (Subventionen) und ist offensichtlich unkritisch.