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Spitzenkampf vor Heimpublikum

Piranha Chur traf sich am Samstag zum heimischen Spitzenkampf gegen die Kloten-Dietlikon Jets. Beide Teams kämpften vor 240 Zuschauern verbissen um den Sieg. Die Spannung hielt bis zur letzten Sekunde an und nahm schliesslich das bessere Ende für die Bündnerinnen.

Südostschweiz
Sonntag, 28. Oktober 2018, 15:59 Uhr Unihockey
Unihockey Piranha
Der Kampf um den Sieg brachte am Samstag ein besseres Ende für die Bündnerinnen.
YANIK BÜRKLI

von Piranha Chur

Piranha Chur startete mit viel Power ins erste Drittel und übernahm gleich von Beginn weg das Spieldiktat. Es waren die Gastgeberinnen, welche nach gut sechs Minuten verdientermassen in Führung gehen konnten. Corin Rütimann eroberte sich in der Mittelzone den Ball und bediente Seraina Ulber auf dem weiten Pfosten, welche den Ball halbhoch über Monika Schmids Bein in die Maschen drosch. Das physische Spiel war von vielen Zweikämpfen geprägt und so kam es dann auch, dass die Kloten-Dietlikon Jets in der 19. Minute ihre erste Strafe wegen überhartem Körpereinsatz hinnehmen mussten. Das Powerplay von Piranha Chur liess den Ball gut in den eigenen Reihen laufen und Ulber konnte den Ball souverän versenken.

Ansprache in der Garderobe zeigte Wirkung

Was auch immer die Trainer der Kloten-Dietlikon Jets in der Garderobe sagten, es zeigte Wirkung und die Züricherinnen konnten nach wenigen Minuten durch einen präzisen Handgelenkschuss von Andrea Gämperli den Anschlusstreffer erzielen. Nicht einmal vier Minuten später hatten die Bündnerinnen im Namen von Rütimann die passende Antwort und konnten so den zweitore Vorsprung wiederherstellen. Die Unterländerinnen drückten aber weiter aufs Tempo. Durch zwei unnötige Strafen innerhalb von nicht einmal vier Minuten auf Seiten der Piranhas wurde der Aufschwung der Kloten-Dietlikon Jets begünstigt. Die Konsequenz daraus war wiederum der Anschlusstreffer zum Zwischenstand von 3:2. Zwei Minuten später waren es dann wiederum die Blau-Gelben, welche den Ausgleichstreffer bejubeln konnten. Spätestens jetzt war der Spitzenkampf lanciert. Die anschliessende Strafe wegen unsportlichem Verhaltens konnte von den Churerinnen nicht genutzt werden. Anders sah es auf Seiten der Zürcherinnen aus, welche wiederum einen Treffer in Überzahl erzielen konnten, was die erstmalige Führung bedeutete.

Tor, trotz Unterzahl

Chur musste reagieren und stellten nach der zweiten Pause auf zwei Linien um. Wiederum war es die Kombination Rütimann/Ulber, welche die Bünderinnen auf 4:4 heranbrachte. In der Folge war es ein offenerer Schlagabtausch der beiden Spitzenteams. Unglücklicherweise fasste das Heimteam sieben Minuten vor Schluss eine weitere 2-Minuten-Strafe wegen Sperrens. Nicht wie erwartet schossen sich die Unterländerinnen in Führung. Es war Rütimann, welche sich den Ball in der Mittelzone in Unterzahl erobern konnte und anschliessend Anja Dellagiovanna mustergültig anspielte. Diese schob den Ball unbehindert ins Tor der Gegnerinnen ein und erzielte somit den Siegestreffer zum Schlussresultat von 5:4. Im Folgenden agierten die Gäste mit sechs Feldspielerinnen und versuchten den Ausgleich zu erzielen. Glücklicherweise blieb es aus Sicht der Bündnerinnen nur beim Versuch und die Führung konnte über die Zeit gebracht werden.

 

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