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Alligator verliert Abwehrschlacht

GC gewinnt eine äusserst taktisch geprägte Partie gegen Alligator mit 4:1. Die Malanser scheiterten immer wieder an der starken Zürcher Hintermannschaft oder am eigenen offensiven Unvermögen.

Südostschweiz
Sonntag, 30. September 2018, 09:14 Uhr Unihockey
Gegen GC gab es für die Alligatoren auswärts nichts zu holen.
ERWIN KELLER

Es war nicht dass ganz grosse Offensivspektakel, dass GC und Alligator im ersten Abschnitt dieser Partie ablieferten. Das Spiel war in der Startphase enorm taktisch geprägt und erinnerte zeitweise mehr an ein Schach- denn an ein Unihockeyspiel. Ein erster Schachzug offenbarte sich bereits bei der Aufstellung der beiden Trainer. Malans auf der einen Seite trat mit veränderten Offensiv-Formationen im Vergleich zu den letzten Spielen an. Simon Nett und Oscar Eriksson-Elfsbergspielten in der ersten Formation zusammen mit Remo Buchli, während Harry Braillard in die zweite Linie aufrückte und dort mit Dan Hartmann und Joel Friolet spielte. Die dritte Linie bildete Ursin Thöny zusammen mit Nino Vetsch und Markus Holenstein. GC auf der anderen Seite trat zu Beginn nur mit zwei Formationen an, bevor dann ab der zehnten Minute auch die Zürcher mit drei Linien agierten. Beide Teams spielten äusserst diszipliniert. Und wenn bei einem der beiden Teams dann doch einmal das vorhandene Offensiv-Potential aufblitzte, waren die beiden Torhüter Pascal Meier und Jonas Wittwer zur Stelle. Für Malans-Torhüter Wittwer war die Partie übrigens eine ganz spezielle, spielte er doch lange Zeit für den Gegner. Nach 20 Minuten hatten die Zuschauer in der Hardau noch keine Tore zu Gesicht bekommen. Den Trainern dürfte das Spiel allerdings nicht schlecht gefallen haben. Apropos Trainer: Vor Ort war auch der Schweizer Nati-Trainer David Jansson, der wohl ein Auge auf die zahlreichen Nationalspieler der beiden Teams warf.

Ein ähnliches Bild wie im ersten Drittel bot sich den Zuschauern auch im zweiten Abschnitt. Mit dem Unterschied, dass die Alligatoren nun nicht mehr zu allzu vielen Grosschancen kamen. Zwar trugen die Malanser einige schöne Kombinationen vor, aber häufig übernahm schliesslich keiner die Verantwortung für den Abschluss. Dies wäre nicht weiter tragisch gewesen, wenn GC auf der anderen Seite nicht in der 24. Minute das Skore eröffnet hätte. Tobias Heller erhielt auf der linken Angriffsseite zu viel Platz und nutzte diesen für einen gut platzierten Handgelenkschuss. In der 30. Minute verschärfte sich die Situation für die Alligatoren weiter. Christoph Meier mit dem Auge für den in den Slot laufenden Joel Rüegger. Dieser liess sich nicht zwei Mal bitten und erhöhte das Verdikt auf 2:0. In der 37. Minute erhielten die Malanser dann die Chance, wieder Anschluss in dieser Partie zu finden. Meier musste wegen eines Bodenspiels während zwei Minuten auf der Strafbank Platz nehmen. Das Powerplay der Alligatoren allerdings äusserst harmlos. Kein einziger Abschluss fand den Weg auf das Tor von Pascal Meier im GC-Tor. Stattdessen lagen die Malanser kurz vor Ende des zweiten Drittels plötzlich mit drei Längen hinten. Emil Julkunen hat im Slot die Zeit auf den auf der linken Seite völlig freistehenden Roberto Vizzini zu spielen. Dieser hatte keine Mühe, den Ball im Malanser Tor unterzubringen.

Die Alligatoren starteten mit zwei Formationen in den Schlussabschnitt. Wirklich gefährlich waren die Malanser aber auch zu Beginn des letzten Drittels nicht. GC agierte defensiv weiterhin äusserst souverän. In der 45. Minute erhielten die Alligatoren zum zweiten Mal in diesem Spiel etwas mehr Platz auf dem Feld. Michael Zürcher musste für zwei Minuten auf die Strafbank. Erneut war das Powerplay der Alligatoren aber harmlos. Und so hatte das 3:0 auch nach 50 gespielten Minuten noch Bestand. Die Malanser mussten in der Folge zunehmend mehr riskieren und versuchten mit einem deutlich aggressiveren Pressing Fehler in der Zürcher Hintermannschaft zu provozieren. Die Alligatoren suchten zudem deutlich häufiger den Abschluss. Gefährlich wurde es weiterhin selten. Und so verstrich Minute für Minute, ohne dass sich am Ergebnis auf der Anzeigetafel etwas änderte. In der 57. Minute war die Partie dann endgültig entschieden, da Nett auf der Strafbank Platz nehmen musste. Die Alligatoren riskierten zwar noch alles und nahmen bereits in Unterzahl den Torhüter raus. Bereits nach wenigen Sekunden bei fünf gegen fünf erzielte Rüegger auf Pass von Meier aber das 4:0. Kurz vor Schluss gelang den Malanser durch Joel Friolet dann doch noch der Ehrentreffer. (kup)

GC Zürich - UHC Alligator Malans 4:1 (0:0, 3:0, 1:1)
Sporthalle Hardau Zürich, SR Wehinger/Zurbuchen.
Tore: 24. T. Heller (C. Meier) 1:0. 30. J. Rüegger (C. Meier) 2:0. 40. R. Vizzini (E. Julkunen) 3:0. 58. J. Rüegger (C. Meier) 4:0. 60. J. Friolet (R. Buchli) 4:1

Strafen: 2x2 Minuten gegen GC Zürich, 1x2 Minuten gegen UHC Alligator Malans
GC Zürich: Meier; Heller, Graf; Vizzini, Zürcher; Bier, Mock; Laely, C.Meier, Rüegger; Zolliker, Laubscher, Julkunen; Pedolin, Göldi, Wenk, Ersatz/Abwesend: Lemke, Steiger, Stocker Unternährer, Reusser, Scalvinoni, Berlinger

Alligator Malans: Wittwer; Camenisch, Veltsmid; Berry, Tromm; Gartmann, Obrecht; Buchli, Elfsberg, Nett; D. Hartmann, H. Braillard, Friolet; Holenstein, Thöny, Vetsch; Ersatz: Vogt, Tarnutzer, Bebi, Bärtschi Verletzt: Karlander,
Beste Spieler: Lukas Veltsmid für Alligator Malans, Pascal Meier für GC Zürich

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