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Piranhas Lust auf die Revanche

Im Superfinal vom Sonntag will Piranha Chur den Meisterpokal zurück nach Chur holen. Vergangenes Jahr musste man Langzeitrivale Dietlikon den Vortritt lassen.

Südostschweiz
Samstag, 21. April 2018, 04:30 Uhr Unihockey
In Kloten wollen die Piranhas wie schon so oft in dieser Saison als Einheit auftreten.
YANIK BÜRKLI

Fünf Titel in Folge reihte Piranha Chur zwischen 2012 und 2016 aneinander. Vergangenes Jahr riss die Serie dann. Gleich mit 2:7 wurden die Bündnerinnen im Superfinal, dem entscheidenden Spiel um den Meistertitel, vom UHC Dietlikon aus der Klotener Swiss Arena geschossen.  

Auf dem Weg zum angepeilten siebten Schweizer Meistertitel ist am Sonntag (12 Uhr) erneut Langzeitrivale Dietlikon der finale Gegner. Zum siebten Mal in Folge duellieren sich die Churerinnen und die Zürcherinnen um den Meistertitel – zum vierten Mal in einem Superfinal.

Duell auf Augenhöhe

Während die Zürcherinnen ungeschlagen in den Superfinal einzogen, mussten die Bündnerinnen gegen die Red Ants Winterthur eine Niederlage hinnehmen. Die Ausgangslage vor dem Klassiker im Schweizer Frauen-Unihockey ist offen. Von einem «Duell auf Augenhöhe» spricht Piranha-Stürmerin Katrin Zwinggi. In den Partien der Qualifikation resultierte jeweils ein Sieg für beide Teams. Das einzige K.o.-Spiel, den Cup-Halbfinal, entschied Piranha Chur für sich (6:2).

War in den Reihen der Piranhas nach dem verlorenen Superfinal 2017 der durch zuvor fünf Titel etwas gestillte Erfolgshunger als Erklärung herangezogen worden, scheint dieser nun definitiv zurück zu sein. «Auf diese Revanche warten wir seit einem Jahr», sagte Captain Seraina Ulber im Vorfeld der Partie gegenüber TV Südostschweiz.

Den Schlüssel zum Erfolg ortet die 28-jährige Nationalspielerin in der eigenen Spielweise. Die Churerinnen wollen den Fokus auf ihr eigenes Spielsystem legen und nicht nur auf die Spielweise der Gegnerinnen reagieren. Sie sei überzeugt, dass man mit den eigenen Mitteln genug stark ist, Dietlikon zu bezwingen, sagt Ulber selbstsicher. Die Lust auf den zweiten Titel der Saison ist gross.

Umstrittener Modus

Lust auf den Sieg haben auch Wiler-Ersigen und Floorball Köniz, die sich im Final der Männer (15.30 Uhr) gegenüberstehen. Titelverteidiger und Qualifikationssieger Wiler-Ersigen kam bislang ohne Niederlage durch die Playoffs.

Zwar haben die Emmentaler auch im Superfinal gegen Kantonsrivale Köniz die Favoritenrolle inne. Während in einem einzigen Spiel immer auch eine Überraschung möglich ist, wäre ihnen in einer Best-of-7-Serie der zwölfte Meistertitel kaum zu nehmen. Kein Wunder, tut sich Wiler mit dem medienwirksamen Alles-oder-Nichts-Spiel schwer.

Von einem «Virus», das sich über Schweden und Tschechien bis in die Schweiz ausgebreitet habe, was «blanker Unsinn» sei, schreibt man beim Titelverteidiger vor dem Finalspiel. (krt/sda)

Live-Hinweis
Piranha Chur spielt um den Meistertitel und wir sind in der Swiss Arena in Kloten dabei. Als Ergänzung zur Live-Übertragung auf SRF zwei versorgen wir Euch im Matchticker auf «suedostschweiz.ch» am Sonntag ab 11.30 Uhr mit Hintergrundinfos, Social-Media-Reaktionen, RSO-Liveschaltungen, Reaktionen und vielem mehr.

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