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Neo-Cheftrainer Tschuor: «Der Druck steigt bereits jetzt»

Beat Tschuor heisst der neue Cheftrainer Ski Alpin Frauen von Swiss Ski. Mit «suedostschweiz.ch» spricht der Bündner über die vor ihm liegenden Ziele und Herausforderungen.

Tobias
Kreis
Freitag, 23. März 2018, 15:30 Uhr Ski alpin
Beat Tschuor ist künftig für die Geschicke des Schweizer Frauenteams verantwortlich.
KEYSTONE

Am Donnerstag ist Beat Tschuor von Swiss Ski als neuer Cheftrainer Ski Alpin Frauen vorgestellt worden. Tschuor bringt als Referenz unter anderen die Posten als Ausbildungsschef der Bündner Skilehrer, Gruppentrainer auf Stufe Europa- und Weltcup bei Männern und Frauen sowie Cheftrainer in Liechtenstein mit. Durch die Ernennung Tschuors als Nachfolger des künftig als Nachwuchschef agierenden Hans Flatscher setzt Swiss Ski auf eine interne Lösung. «Nach Rücksprache mit Hans Flatscher und Stéphane Cattin (Direktor Ski Alpin, Anm. d. Red.) habe ich mich entschlossen dieses Angebot anzunehmen», erklärt Tschuor am Telefon.

Als Nachfolger Flatschers tritt der 49-jährige Bündner durchaus in grosse Fussstapfen, lieferte das Schweizer Frauenteam in den vergangenen Jahren doch immer wieder starke Resultate. Tschuor ist dies bewusst. Bereits in weniger als einem Jahr gilt es an der WM in Are, die grossartige Bilanz von St. Moritz 2017 (7 Medaillen, 3 Mal Gold) zu bestätigen. Tschuor sagt: «Der Druck steigt bereits jetzt. Die Messlatte ist sehr hoch. Auf diesem Niveau wollen wir uns weiterhin bewegen.»

Als einer, der mehr als drei Jahre den Nachwuchsbereich von Swiss Ski geprägt hat und massgeblichen Anteil an den starken Resultaten von Talenten wie Marco Odermatt, Loic und Mélanie Meillard, Camille Rast oder Aline Danioth hatte, kennt Tschuor die Basis an Athletinnen und Athleten sehr genau. Den Weg der Jugend will er – nun eine Stufe höher und exklusiv im Frauen-Team – weiterverfolgen. Man habe Top-Athletinnen an der Weltspitze, «jetzt geht es darum, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen und junge Athletinnen an den Weltcup heranzuführen.»

Die jungen Athletinnen im Skirennsport behalten 

Ob künftig auch wieder mehr Bündnerinnen den Weg nach ganz oben schaffen? «Wir dürfen sicher zuversichtlich sein», sagt Tschuor – ohne dabei Namen nennen zu wollen. Fakt sei aber, dass im Bündner Skiverband sehr viel investiert werde und bereits einige hoffnungsvolle Talente in den Startlöchern stünden.

Ob diese dereinst ähnliche Erfolge einfahren werden, wie es aktuell die Davoserin Jasmine Flury tut, ist trotzdem nicht selbstverständlich. «Auf Stufe U16 haben wir das kritische Alter», so Tschuor. «Bleiben die Athletinnen gesund? Haben sie den Willen, sich durchzubeissen?» Eine der grössten Herausforderungen sei es deshalb, die Fahrerinnen dieser Altersklasse im Skirennsport zu behalten.

Den Schweizer und Bündner Skifans bleibt zu hoffen, dass der neue Frauen-Cheftrainer und sein Team diese Aufgabe mit Bravour meistern.

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