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Schmuckstücke auf vier Rädern - die Kapo hatte einige zu bieten

Habt Ihr Euch schon gefragt, wie die Kantonspolizei Graubünden früher auf «Verbrecherjagd» ging? Wir blicken auf die Ahnengalerie des Streifenwagens, wie wir ihn heute kennen.

Südostschweiz
Mittwoch, 10. Oktober 2018, 04:30 Uhr «Ahnengalerie»
Jedes Auto aus der Flotte der Kantonspolizei Graubünden erzählt seine ganz eigene Geschichte.
KANTONSPOLIZEI GRAUBÜNDEN/BILDMONTAGE

Die Kantonspolizei Graubünden ist im Hier und Jetzt gefordert. Täglich, 24 Stunden. Sie vergisst aber nicht, wer sie in den vergangenen Jahrzehnten sicher von Einsatz zu Einsatz brachte. Und zwar mit Stil.

Auf ihrer Facebook-Seite gedenkt die Kantonspolizei unter dem Titel «Ahnengalerie» ihren treuen Gefährten. Wir tun es der Polizei gleich und blicken zurück auf echte Legenden, die sogar Murgängen trotzten.

Dieses Schmuckstück ist ein Chevrolet Beauville aus den 80er-Jahren. Er wurde als Unfallwagen der Verkehrspolizei in Chur eingesetzt. Die roten Streifen hatten sich bereits damals etabliert und sind bis heute Erkennungsmerkmal der Patroullienfahrzeuge.

Ein SUV der 80er-Jahre. Im Schnee steckengebliebene Fahrzeuge zu retten war seine Stärke. Deshalb war dieser Geländewagen für die Polizei schon in den 80ern ein wertvoller Begleiter. Einziger Schwachpunkt: Auch früher schon hatten SUV's einen unglaublich hohen Benzinverbrauch. Wir finden, dieser Geländewagen darf in der Ahnengalerie trotzdem nicht fehlen.

Na, wer erinnert sich? Hier ein Schnappschuss eines VW Passat um 1977. Bereits damals ein praktischer Kombi mit viel Platz. Auch für die Polizei ein Fahrzeug mit Potenzial …

Ja, es gab eine Zeit vor Skoda. Dieser Wagen wäre heute an jedem US-Car-Treffen ein Höhepunkt. Ein Ford Fairlane Anfang der Sechzigerjahre beim Stützpunkt im Churer Karlihof. Ungewöhnlich: Der Ford war ein dreitüriger Kombi. Er war mit Material für die Unfallaufnahme ausgerüstet und auf dem neusten Stand der Technik.

Willkommen in den Siebzigerjahren, als zwei Stars geboren wurden: die Schlaghose - und der Opel Rekord. Dieser stand ab Mitte des Jahrzehnts bei der Kriminalpolizei im Einsatz. Und er forderte Körpereinsatz. Nicht nur, dass Servolenkung noch ein Fremdwort war, für dringende Einätze musste der Dachständer mit blauem Drehlicht und Wechselklanghorn montiert werden.

Ein Stück Bella Italia auf vier Rädern! Um 1970 gehörte auch der Fiat 125 der Bündner Polizei an. Ein echter Sportler! Glaubt Ihr nicht? Der Rückspiegel auf dem Kotflügel war ein untrügliches Zeichen dafür. 

Apropos sportlich: Das war natürlich auch der BMW 320, der einen Garagenplatz auf sicher hatte. Die BMW mussten einiges einstecken, liessen sich aber kaum unterkriegen. Das stellte das Vorgängermodell eindrücklich unter Beweis ...

Denn Ende der Siebzigerjahre bekam es ein BMW in Mesocco bei einem Murgang auf die harte Tour zu spüren. Das Auto der Verkehrspolizei San Bernardino wurde nicht verschont. Die Besatzung des BMW 320 sowie die Personen im Citroën CX dahinter verliessen die Autos unverletzt. Und der BMW? Sein Ende? Mitnichten! Er wurde repariert und stand danach noch einige Jahre im Einsatz.

Was fehlt? Natürlich ein Abstecher in den hohen Norden zu Volvo. Hier ein Modell der 120er-Baureihe, wie es bis zirka 1975 auf der Autostrasse eingesetzt wurde. Der sogenannte Volvo Amazon war der Inbegriff, wofür die Marke noch heute steht: stark. Über 100 PS brachte er auf den Asphalt. 

Apropos hoher Norden: Um den Verkehrsteilnehmern bei winterlichen Verhältnissen aus der Patsche zu helfen, hatte die Kantonspolizei in den frühen Sechzigerjahren noch ganz andere Wagen zur Verfügung.

Die Serie hat Euch «gluschtig gemacht»? Die Kantonspolizei Graubünden postet auf Ihrer Facebook-Seite in loser Folge weitere Perlen aus vergangenen Zeiten.

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