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Ostschweiz fordert einen Sitz im Bundesrat

Die Regierungskonferenz der Ostschweizer Kantone, darunter Glarus und Graubünden, haben die Parteispitzen der vier grossen Schweizer Parteien getroffen und für regionale Schwerpunkte sensibilisiert. Verkehr, Bundesratswahl und Fachkräftemangel waren drei dieser Schwerpunkte.

Südostschweiz
Donnerstag, 11. Oktober 2018, 11:07 Uhr Ostschweizer Regierungskonferenz
Bundesrat, Nationalratssaal
SYMBOLBILD/ARCHIV

Seit drei Jahren lädt die Ostschweizer Regierungskonferenz (ORK), der auch die Kantone Glarus und Graubünden angehören, die Parteipräsidenten von SP, CVP, FDP und SVP zu einem allgemeinen Austausch ein. Im Fokus des diesjährigen Treffens in St. Gallen lagen unter anderem die Bundesratswahlen vom 5. Dezember, wie die ORK in einer Mitteilung schreibt.

Dabei betonten die Vertreter der Ostschweizer Kantone, den Anspruch der Region auf einen Sitz in der Landesregierung. Die ORK erwarte, dass der Ostschweizer Anspruch im Sinne der regionalen Ausgewogenheit und des politischen Interesses bei den kommenden Wahlen zwingend berücksichtigt werde, schreibt sie weiter.

Fachkräftemangel und bessere ÖV-Anbindung

Weiter waren der Wirtschaftsraum Ostschweiz und die Bedeutung des Zugangs zum europäischen Markt Thema der Gespräche. Dieser Zugang sei Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Region Ostschweiz, heisst es vom ORK. Gleiches gelte zudem für den Umgang mit Grenzgängerinnen und Grenzgänger, die entscheidend für die Verringerung des Fachkräftemangels in seien.

Die ORK wies die Parteipräsidenten ausserdem darauf hin, dass die Ostschweiz im Vergleich zu anderen Regionen der Schweiz Defizite bei den Verkehrswegen, bei der Anbindung ans Schienennetz im Besonderen, aufweise. Deshalb setzt sich die ORK für substanzielle Investitionen in der Ostschweiz im Rahmen des Bahnausbauschrittes 2035 ein. (ofi)

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