×

Landi-Untersuchung abgeschlossen: 6,4 Millionen Franken Schaden

Die Bündner Jugendanwaltschaft hat die Untersuchung im Fall der Brandstiftung in der Landi Thusis abgeschlossen und Anklage eingereicht. Nun wird klar, was sich an jenem Morgen in der Landi zugetragen hat und wie hoch der Schaden insgesamt ist.

Südostschweiz
Mittwoch, 07. November 2018, 15:35 Uhr Brandstiftung in Thusis
Grossbrand Landi Thusis Brand
Nach dem Grossbrand in der Landi in Thusis vom 14.12.17 laufen am 12.2.18 die Aufräumarbeiten.
OLIVIA ITEM/ARCHIV

Am 14. Dezember 2017 brannte die Landi in Thusis lichterloh und bis auf die Grundmauern ab. Zwei Wochen danach war klar, es war ein 16-jähriger Lehrling der Landi, der den Brand gelegt hatte. Inzwischen hat die Bündner Jugendanwaltschaft ihre Untersuchung abgeschlossen und beim Bezirksgericht Albula ihre Anklageschrift eingereicht. Darin wird der Ablauf des verhängnisvollen Morgens in Thusis nachgezeichnet und der psychische Zustand des Brandstifters beschrieben. Zudem wird die offizielle Schadenssumme auf über 6,4 Millionen Franken beziffert.

Der Lehrling war offenbar mit normalen Arbeiten beschäftigt, habe sich aber nicht wohl gefühlt, wie es in der Anklageschrift heisst, in die «blick.ch» Einsicht genommen hat. Dann sei etwas beim Arbeiten schief gelaufen, die Kopfschmerzen hätten sich verstärkt und darauf sei der Jugendliche ausgerastet. Er habe Benzin und Öl verschüttet, angezündet und sei wie in Trance davor stehen geblieben. Erst als ein anderer Mitarbeiter das Feuer bemerkt hat, sei er aus seiner Schockstarre erwacht.

Ein psychiatrisches Gutachten attestiert dem Jugendlichen eine Impulsstörung und schätzt die Rückfallgefahr als hoch ein. Bereits nach seinem Geständnis im Dezember war der Junge mehrere Monate in geschlossener Behandlung. Die Verhandlung vor dem Bezirksgericht Albula wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit an einem geheimen Termin stattfinden. (so)

Kommentar schreiben

Kommentar senden