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Umfahrung Schmitten wird zum Fall fürs Bundesgericht

WWF, Pro Natura und Stiftung Landschaftsschutz. Sie bekämpfen die Südumfahrung von Schmitten, seit sie erstmals beschlossen wurde vor acht Jahren. Das Urteil des Verwaltungsgerichts, das ihre Beschwerde abwies, akzeptieren sie nicht und ziehen es weiter nach Lausanne.

Südostschweiz
Dienstag, 09. Oktober 2018, 13:29 Uhr Umweltverbände ziehen Urteil weiter
Dorf Schmitten
Schmitten muss weiterhin auf eine Verkehrsentlastung warten.
OLIVIA ITEM/ARCHIV

Eine schier unendliche Geschichte wird auf nicht absehbare Zeit verlängert – die Umfahrung Schmitten, die vor acht Jahren beschlossen wurde und die letzten sieben Jahre das Bündner Verwaltungsgericht beschäftigt hat, wird nun zum Fall fürs Bundesgericht, wie es in einer Mitteilung von WWF Graubünden, Pro Natura Graubünden und der Stiftung Landschaftsschutz heisst.

Diese Organisationen hatten die ursprüngliche Beschwerde gegen den Umfahrungsplan eingereicht, den das Verwaltungsgericht Anfang September abgewiesen hat. Nun ziehen die Umweltverbände das Urteil weiter ans Bundesgericht. Sie monieren, dass die geplante Südumfahrung «massiv in eine wertvolle Natur- und Kulturlandschaft eingreift» und keine Alternativen geprüft worden seien.

Die Umweltverbände sind der Meinung, die Alternativ-Möglichkeiten zur Südumfahrung – eine Tunnelvariante oder eine intelligente Lichtsignalanlage im Dorf – hätten grosse Vorteile und könnten die Verkehrsprobleme im Dorf entschärfen. Zudem verweisen die Beschwerdeführer auf eine Prüfung des angepassten Richtplans durch den Bund, worin zu lesen sei, dass der Kanton die Kosten für die Tunnelvariante zu stark gewichte und Südumfahrung unverhältnismässig sei. Der Bund bevorzuge demnach als erste Option eine Lichtsignalanlage und als zweite einen Tunnel.

Wann und in welcher Form Schmitten also vom Strassenverkehr entlastet wird, ist auch nach acht Jahren noch völlig unklar.

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Irgendwie komme ich mir einwenig verarscht vor wenn ich solche Zeitungs-Berichte lese. Anwälte, Verwaltungsgericht, Bundesgericht und das sicher nicht kostenlos. Meine persönliche Meinung: Ich dachte immer wenn mann etwas für den WWF, Pro Natura und der Stiftung Landschaftsschutz spendet kommt es einem guten Zweck zugute. (Helfen Sie mit! Ihre Spende oder Mitgliedschaft kann viel bewirken).