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Der Biber ist zurück in Grüsch

In Grüsch ist der Biber los. An einem Seitengewässer an der Landquart staut er zurzeit, um sich eine Stillwasserzone zu bauen. Ein Bau ist es aber noch nicht.

Südostschweiz
Donnerstag, 04. Oktober 2018, 04:30 Uhr Keine Gefahr

An einem Seitengewässer an der Landquart in Grüsch ist seit ungefähr drei Monaten ein Biber zu Hause. Wie Hannes Jenny vom Amt für Jagd und Fischerei bestätigt, staut das Tier in diesem Gebiet, um eine Stillwasserzone zu bauen. Einen Biberbau könne man dies aber noch nicht nennen.

Beobachtung mit Fotofallen

Der Biber steht unter regelmässiger Beobachtung. Dabei setzt man unter anderem auf Fotofallen. Im Moment handle es sich nur um einen Biber. Ob sich ein zweiter dazugeselle, werde sich noch zeigen, meint Jenny. Die Stauung sei aber weder Gefahr für Mensch noch Natur.

Biberbauten gut oder schlecht?

Vor allem bei engen Mühlbachgewässern kann ein Biberbau zu Problemen führen. Grosse Wassermassen, die nicht abfliessen können, führen zu Überschwemmungen. Ferner wird es problematisch, wenn der Damm so dicht gebaut ist, dass der Fischaufstieg nicht mehr funktioniert. In solchen Fällen müssten Experten reagieren und den Damm entfernen, erklärt Jenny. Nichtsdestotrotz sei der Biber oft eine Bereicherung für die Artenvielfalt. So schaffe das Tier stillstehende Gewässer, welche die Biodiversität fördere.

Im Kanton Graubünden gibt es schätzungsweise 20 bis 25 Biber. An verschiedenen Stellen im Kanton ist er anzutreffen. Vom Churer Rheintal über das Prättigau bis nach Samedan.

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