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Verstanda, abmelda!

Adieu, Ciao und auf Nimmerwiedersehen Schweizer Armee. Viele Wehrpflichtige werden diese Woche aus dem Militärdienst entlassen. In diesem Jahr kamen besonders viele in die Kaserne nach Chur.

Südostschweiz
Mittwoch, 03. Oktober 2018, 13:48 Uhr Entlassung aus dem Militärdienst

Noch ein letztes Mal seine sieben Sachen packen, alles blitzeblank putzen und den ganzen «Kram» abgeben. Auf Nimmerwiedersehen Schweizer Militär. Auf diesen Moment freuen sich Hunderte Wehrpflichtige jedes Jahr.

Aufgebot doppelt so hoch

In Chur, S-chanf und Monte Ceneri verabschieden sich diese Woche insgesamt 736 wehrpflichtige Frauen und Männer vom Militärdienst. Wie Martin Bühler vom Amt für Militär und Zivilschutz bestätigt, ist es ein besonderes Jahr. Denn neu geben Durchdiener bereits vier Jahre nach Ende ihrer Diensterbringung ihre Ausrüstung ab. Aus diesem Grund wurden diese Woche doppelt so viele Personen aufgeboten als üblich.

Getaktetes Programm

Das bedeutet wie so oft während des Militärdienstes – warten, warten, warten ... Um aber längere Warteschlangen zu verhindern, hat man in Chur acht Detachements à jeweils 75 bis 100 Personen gebildet. Diese wurden über den Tag verteilt gestaffelt aufgeboten, erklärt Bühler weiter. Und er betont, dass bei der Abgabe am Mittwochvormittag alles wie am Schnürchen lief. Pro Detachement rechnen die Verantwortlichen mit 50 bis 60 Minuten Rückgabezeit. Dass dies einem Leserreporter von «suedostschweiz.ch» lange vorkam, kann Bühler nur teilweise nachvollziehen. Das Amt bemühe sich, dieses Militärklischee abzulegen, und insbesondere am Abgabetag effizient zu arbeiten, so Bühler. 

Waffen wenig beliebt

Theoretisch können alle die Militärwaffe nach Dienstentlassung kaufen. Davon machen aber die wenigsten Gebrauch.

Könnt Ihr Euch an Euren letzten Tag im Militär erinnern? Erzählt es uns und schickt eine E-Mail an online@suesostschweiz.ch.

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